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Jahreshauptversammlung, Bericht des Sportleiters für das Jahr 2010

Im lizenzfreien Motorsport waren wir im Jahr 2010 in den Sparten Kartsport, Oldtimersport und PKW-Turniersport vertreten. Insgesamt hatten wir 7 Clubmitglieder, die im Turniersport für den RAC gestartet sind, zwei die auf Oldtimerrallyes an den Start gegangen sind, sowie einen der uns erfolgreich im Kart-Sport vertreten hat.

Im Bereich Lizenzsport waren wir 2010 sowohl im Vierradsport als auch im Zweiradsport leider nicht vertreten.

Im Jahr 2010 wurden vom RAC 7 Veranstaltungen beim ADAC bzw. DMSB angemeldet.

Dieses waren unser Internationales Grasbahnrennen, zwei PKW-Turniere, ein Parallel-Kart-Slalom, ein Kart-Slalom im Rahmen der Rasteder Ferienpassaktion, sowie zwei Kart-Slalom Veranstaltungen angemeldet als Schnuppertraining. Auf die Schnuppertrainingsveranstaltungen und die Ferienpassaktion wird unter Punkt 9 der Tagesordnung eingegangen. Dank Eurer tatkräftigen Hilfe konnten alle Veranstaltungen durchgeführt werden.

Unsere erste Motorsportveranstaltung des Jahres 2010 war unser PKW-Turnier am 09.05.2010. Leider bestand dieses mal nicht die Möglichkeit das Turnier auf dem Gelände des VW Zentrums Oldenburg durchführen. Nach vier Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit entschied man sich beim VW Zentrum den Verkehrssicherheits-Aktionstag im Jahr 2010 nicht durchzuführen. Mit dem Parkplatz von real,- hatten wir jedoch einen sehr guten Ersatz gefunden. Leider blieben an diesem Tag die Zuschauer aus, so das, anders als beim VW Autohaus, keine Personen ermutigt werden konnten sich einmal im Turniersport zu versuchen. Mit gerade einmal 15 Teilnehmern wurden unsere Erwartungen bezüglich der Teilnehmerzahl nicht erfüllt. Ansonsten hat alles bestens geklappt. Wir hatten genügend Helfer, der Ablauf der Veranstaltung war einwandfrei und auch das Wetter machte uns keinen Strich durch die Rechnung. Sieger der Veranstaltung wurde Fritz Buchtmann vom ATC Varel vor Heiko Bümmerstede.

Am 19.06.2010 veranstalteten wir, in Zusammenarbeit mit dem ATC Varel, unseren PKW-Turniersportnachmittag. Veranstaltungsort war das Gelände der Firma Maschal-Möbel in Altjührden. Leider hatten wir viele Absagen von Helfern und auch das Wetter wollte nicht so richtig mitspielen. 
Dennoch konnten der RAC und der ATC zwei gute Veranstaltungen auf die Beine stellen. Waren wir in den Jahren zuvor doch sehr von hohen Teilnehmerzahlen verwöhnt worden, sollte es in diesem Jahr leider nicht so sein. Nur je 19 Teilnehmer nahmen an den Turnieren teil. Kay Kudinow gewann beide Veranstaltungen. Im Anschluss des regulären Turniers wurde noch ein Parallelturnier der acht besten Teilnehmer des Tages durchgeführt. Im KO-System wurde hier nach der Fehler-vor-Zeit-Wertung gegeneinander gefahren. Sieger des Parallelturniers wurde Stefan Bösewil. Am Abend waren alle Helfer und Teilnehmer, wie in den Jahren zuvor, zur Turniersportfeier bei Regina und Kay Kudinow eingeladen.

Am 11. Juli veranstalteten wir unser viertes RAC Parallel-Kart-Slalom. Veranstaltungsort war wieder das Gelände der Firma Nordwest-Logistik in Liethe. Veranstaltungsleiter war Holger Steinker, inzwischen wie vom ADAC gefordert, Inhaber des ADAC Trainerscheins. 19 Teilnehmer nahmen an dieser Veranstaltung teil. Aufgrund technischer Probleme mit einem Kart verzögerte sich der Ablauf der Veranstaltung erheblich. Da die erhofften 40 Starter nicht erschienen waren konnte der Zeitplan dennoch eingehalten werden. Sieger wurde Florian Ahner vom  AMC Asendorf. Bester RAC Fahrer war Wilke Janssen. In diesem Jahr werden wir die die Werbung für das Parallel-Kart Slalom verbessern, die entsprechenden Jugendgruppen frühzeitig anschreiben und dann sicherlich auch wieder die gewünschten Starterzahlen erreichen.

Am 7. und 8. August stand dann unsere Großveranstaltung, das internationale Grasbahnrennen, auf dem Programm. Wie seit vielen Jahren schon, traditionell am 2. Sonntag im Monat August. Ebenfalls am 7./8. August veranstaltete der MSC Melsungen sein Grasbahnrennen, wie immer am 1. August-Wochenende. Hinzu kam absprachegemäß das Flutlichtrennen der AMG Osnabrück und das EM-Finale Solo in La Reole in Südfrankreich. Diese Anhäufung von Veranstaltungen an einem Wochenende führte natürlich dazu, dass sich die Fahrerverpflichtungen etwas schwieriger gestalteten. Auf alle Fälle wollte ich nicht mehr als drei Fahrer vom EM Finale in La Reole verpflichten da ich mir unsicher war ob es überhaupt möglich ist mit einem Transporter 1600 km in weniger als 12 Stunden zurückzulegen.

Erstmals sind wir bereits am Dienstagnachmittag mit dem Auslagern der Planke angefangen. Bis Freitagabend waren unsere Clubmitglieder unermüdlich mit dem Aufbau der Bahn beschäftigt. Bei der im letzten Jahr fälligen Bahnabnahme  wurden keine nennenswerten Mängel festgestellt.

Neu war auch, dass wir keine 1000 Meter Bahn mehr hatten. Die Kurven wurden um ca. 10 Meter nach innen verlegt und mit einer 10 Meter breiten Auslaufzone versehen, der sogenannten ein Prozent Regelung. Das heißt ein Prozent der Bahnlänge ist gleich breite der Auslaufzone. So war es für uns möglich etwas für die Sicherheit der Fahrer zu tun, ohne die bis dahin recht aufwendige Montage von AirFence Systemen.

Für das Jahr 2011 möchte ich eines vorwegnehmen. Der DMSB Bahnausschuss hat entschieden, dass die ein Prozent Regelung auch auf der Geraden einzuhalten ist. Da wir den alten Schiedsrichterturm noch im Innenfeld stehen haben ist diese Regelung für uns somit nicht mehr anwendbar. Wir werden somit in diesem Jahr die Airfence Systeme installieren. Bevor jetzt die Frage kommt: Warum sollen wir Airfence montieren, der DMSB schreibt das doch erst ab 2012 vor? Richtig, der DMSB schreibt es erst ab 2012 vor, der ADAC Weser-Ems Sportausschuss hat aber richtiger weise entschieden, dass in Weser-Ems Airfence bereits ab 2011 bei allen Veranstaltungen eingesetzt werden müssen. Es kann nicht sein das Systeme zur Verhinderung von schweren Verletzungen vorhanden sind aber nicht eingesetzt werden. Die nicht unerheblichen Kosten hierfür werden in diesem Jahr einmalig vom ADAC übernommen.

Zurück zum Rennen 2010:

Da am Samstag nahezu alle Rennklassen in Osnabrück vertreten sein sollten, haben wir uns entschieden, uns für einen EVLS-Lauf zu bewerben. EVLS steht für Europäische Veteranen Langbahn Serie. Erfreulicherweise haben wir, wie im Vorjahr, erneut den Zuschlag erhalten und konnten so unseren Zuschauern am Samstag ein vollgepacktes Rennprogramm bieten.

Leider ereigneten sich am Samstag zwei schwere Stürze. In der Klasse B-Lizenz 250ccm stürzte Malte Zyweck und blieb bewusstlos liegen. Nach der Erstversorgung im RTW und Rücksprache mit dem Rennarzt haben wir das Rennen fortgesetzt. Direkt im anschließenden Lauf der EVLS-Klasse stürzten Maurice Jones und Bryan Pillow. Ein dritter RTW wurde angefordert. Während Pillow mit einem genähten Kinn und angebrochenen Halswirbeln bereits am Sonntagabend wieder das Krankenhaus Richtung Heimat verlassen konnte, hat man Maurice Jones noch bis in die Nacht hinein operiert und in ein künstliches Koma gelegt. Mit der Situation umzugehen ob Maurice nach unser Veranstaltung noch am Leben sein wird hat mich schon sehr belastet.

Nach einer längeren Zwangspause, da ja kein RTW mehr vor Ort war, ging es mit den Läufen der EVLS Klasse weiter. Ebenfalls auf die Bahn kamen die Quadfahrer zum freien und Pflichttraining. Am Abend fand dann die Rennfete bei Carsten  Pundt im Festzelt statt.

Die Bahnverhältnisse am Sonntag konnte man mit ruhigem Gewissen als nicht gut bezeichnen. Ungewöhnliche Materialschäden wie den Bruch einer Hinterradschwinge bei Bernd Diener, Speichenbrüche bei den Seitenwagenteams Radtke und Wehrle waren die Folge. Unser Einsatzleiter Bahndienst Heino Steinker hatte alle Hände voll zu tun.

Um 13.00 Uhr ging es pünktlich mit der Fahrervorstellung los. Vorgestellt wurden Fahrer der Klasse Nationale Lizenz Solo 500 ccm, Internationale Lizenz Solo 500 ccm, Internationale Lizenz Seitenwagen sowie die Fahrer der Quad-Klasse, unter ihnen Sönke Petersen. Es war keine leichte Entscheidung Sönke fahren zu lassen, es gab auch unter den Besuchern kritische Stimmen. Für Sönke war dies ein weiterer Schritt zurück in ein normales Leben.

Um 13.30 Uhr standen dann die ersten Fahrer zu ihrem ersten Rennlauf am Band unter anderem Matten Kröger und Stephan Katt die vor 12 Stunden noch im 1600 km entfernten La Reol waren, es ist also möglich. Den zahlreichen Besuchern wurde packender Motorsport geboten. Aufgrund der Bahnverhältnisse sollte in der Klasse Internationale Seitenwagen ein Lauf gestrichen werden. Leider kam es hierzu nicht mehr. Sintflutartige Regenfälle beendeten den Renntag leider vorzeitig. Die Bahn war nicht mehr befahrbar, es blieb uns somit leider nichts anderes übrig als die Zuschauer auf das nächste Jahr zu vertrösten mit hoffentlich genau so spannenden Rennen.

Sieger des 46. Internationalen Grasbahnrennens wurde Enrico Janoschka vor Daniel Rath und Sirg Schützbach. Bei den Gespannen siegten Karl Keil mit Berit Tralau vor Oliver Wehrle mit Peter Lehmann und Tony Cook mit Jenny Cossar. In der Nationalen Lizenz Solo siegte Thorsten Haupt vor Paul Evitts und Jens Benneker von unseren Clubfreunden aus Lüdinghausen.

Nach einer langen Genesungsphase geht es auch unserem Sportsfreund Maurice Jones wieder gut, Heiligabend hat er angerufen und sich bei unserem Club für die Unterstützung bedankt und uns ein frohes neues Jahr gewünscht.

Abschließend möchte ich mich ganz herzlich für Eure tatkräftige Unterstützung im Jahr 2010 bedanken.


Kay Kudinow

Sportleiter